Ich überlege doch ernsthaft, mir so ein Ding zuzulegen. Ich meine: okay, am Ende wird es wahrscheinlich nichts bringen. Um mein Leben dauerhaft umzustellen, brauche ich einen Life Coach, der 24 Stunden am Tag an meiner Seite lümmelt und motivierend (halb ermahnend) auf mich einredet. Was dann genau geändert werden soll, würde ich mir tausend Mal anders überlegen und ihn dann so was von in Weißglut treiben, dass er ganz wütend freiwillig kündigen würde. Also ist ein Life Coach keine Option. Dann muss ich mich auf meine eigene Disziplin verlassen! Was packe ich also an? Vielleicht mein Sexleben – oder eher, die nicht-Existenz davon? Da meine Flirtversuche ja alle im Sande verlaufen sind und ich die Idee der Friends With Beneftis über Bord geworfen habe, bleibt mir nichts anderes als – „nichts“. Hm, ein Ratgeber in die Richtung wird mir auch nicht helfen. Dann halt etwas anderes. Anleitung zum Unglücklichsein? Soll ja ein sehr laues Buch sein. Angeblich. Wer weiß? Oder soll ich einfach meinen Alltag vereinfachen, damit umstrukturieren, wesentlich glücklicher sein und mein Leben genießen?
HA HA! Als würde ich tatsächlich daran glauben… ok, aber wozu einen Ratgeber überhaupt anrühren, wenn ich so oder so von dessen nicht-Funktionalität überzeugt bin? Ernsthaft Geld dafür verschwenden, nein, wirklich? Wie bitter. Und es wird noch bitterer, denn für meine unglückliche Situation wurde bestimmt noch keiner geschrieben. URGH. Selbst kann ich auch nicht zur Feder greifen, denn ich bin das Opfer, und jenes kann schlecht belehren. Ich hab’s satt. Sehr, sehr satt. Igitt. Satt.
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