Heute ist es endlich soweit und ich darf mich an meinem neuen Arbeitsplatz nach Lust und Laune austoben. Äußerlich wirke ich sicherlich entspannt und cool, innerlich fahre ich im wahrsten Sinne des Wortes Karussell. Ich mache mir zahlreiche Gedanken, frage mich, ob ich dieser neuen Aufgabe gewachsen bin und ob ich eine gemeinsame Linie mit meinen Kollegen finde. Nun ja ich mache mich langsam auf den Weg. Immerhin ist es ja auch ein Stück und am ersten Tag möchte ich nicht zu spät kommen. An meinem neuen Arbeitsplatz herrscht eine strikte Kleiderordnung. Der Rock muss eine Handbreite über dem Knie enden und das Oberteil muss zu den Schuhen passen. Für mich war das schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber bei Weitem nicht das größte Problem. Ich gebe es ja zu – in den letzten Wochen griff ich öfters mal in die Gummibärentüte und aß auch mal ein Stück Schokolade zu viel – nun ja, das Ergebnis findet man auf meinem Hüften. Mein Kostüm passt gerade noch, doch viel Bewegung ist nicht drin. Leider hatte ich keine Alternative und so musste ich mich in diesen engen Stoff quetschen. Auch wenn ihr es kaum glauben könnt, aber ich habe diesen grausamen und vor allem biederen Rock schließen können. Als ich aus der Straßenbahn aussteige, eile ich zu dem Bürogebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Freundlich begrüße ich alle und begebe mich zum Büro meiner neuen Chefin und da steht sie nun – mit einer kleinen Zuckertüte in der Hand – gemeinsam mit fünf anderen Kolleginnen. Ich finde die Idee so süß und mache einen großen Schritt nach vorn und plötzlich – kkrrtzzsscchh – mein Rock ist gerissen.
Nachdem ich mich in den letzten Tagen intensiv mit den zahlreichen verschiedenen Zukunftsplänen auseinandergesetzt habe, bin ich der Überzeugung, dass ich mir ein paar Stunden für mich verdient habe. Am liebsten möchte ich die mit meinem Mister Right verbringen, doch der muss, wie immer, arbeiten. Genau aus diesem Grund habe ich mich für eine ganz andere Idee entschieden. Ich werde meine erholsamen und wohlverdienten Stunden mit meiner besten Freundin verbringen. Ich sitze in dem Coffee-Shop um die Ecke und starre aus dem Fenster. Seit langem sind es mal wieder die ersten Minuten, die ich mit einem köstlichen Latte Macchiatto verbringen kann und so lasse ich es mir so richtig schmecken. Es regnet, ein wenig energisch trommeln die Tropfen an das Fenster und auf den Straßen, naja wie soll es auch anders sein, suchen alle einen trockenen Platz. Irgendwie überschlagen sich meine Gedanken und das erste Mal hege ich wahre Zweifel an meiner aktuellen Beziehung. Sicherlich ist es schön und auch beruhigend zu wissen, dass jemand an der eigenen Seite ist, doch momentan bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich weis nicht, warum, aber er fehlt mir. Ab und an schaut er mal vorbei und dann ist er wieder verschwunden. Wenn ich verliebt bin, möchte ich soviel Zeit wie nur möglich mit demjenigen verbringen, doch nun – naja ich könnte auch Single sein. Ich wünsche mir manchmal unser erstes Date zurück und gerade in diesem Moment füllen sich meine Augen mit Tränen. Es scheint mir so, als wüsste ich derzeit weder ein noch aus. Vorsichtig wische ich die Tränen aus meinem Gesicht und greife zu meinem Latte Macchiatto.
Mit meiner Kündigung in der Tasche begebe ich mich heute recht gutgelaunt zum Call Center. Warum ich gerade heute so fröhlich bin, kann ich mir selbst kaum erklären, doch ich denke mal, dass das mit meinem neuen Arbeitsplatz zu tun hat. Eigentlich kann ich es immer noch nicht richtig glauben – aber in wenigen Tagen habe ich einen Job, der mir vielleicht einmal Spaß machen könnte. Ich habe am Sonntag meine Kündigung vorbereitet und möchte sie heute meiner Vorgesetzten geben. Ich kann mir ihren Gesichtsausdruck schon richtig vorstellen – Gott wird diese überaus freundliche Frau böse sein – beim Gedanken daran huscht ein erstes Lächeln über mein Gesicht. Kurz vor dem Call Center befindet sich ein kleiner Coffeeshop. Bis jetzt bin ich keinen Morgen an meinem Coffee to go vorbeigekommen und auch heute, mal ehrlich es ist nun einmal ein Muss, muss der kleine Kaffee sein. Mit dem Becher in der Hand, stürme ich nahezu in das Call Center. Begrüße alle höflich und plötzlich geht das Gemurmel in allen Reihen los. Was ist denn nur? Sehe ich heute so grausam aus? Mein erster Schritt schlägt die Richtung der Geschäftsführung ein. Doch auch wenn ich mir den ganzen Weg hier her Mut und sagen wir mal Selbstbewusstsein angeredet habe, verschlägt es mir nahezu die Sprache, als ich meine Chefin sehe. „Guten Morgen Frau Stern. Was kann ich für Sie tun?“ „Guuuttennn Mooorgen, ich möööcchte…“ Ich bekommen dieses einfache Wort kündigen nicht heraus. Innerlich rede ich mir Mut zu: Komm schon Maja sag es, kündigen! Es ist ganz einfach. Wortlos drücke ich ihr den Brief in die Hand und verlasse im Sauseschritt das Büro.
Es ist Samstagmorgen, noch einmal drehe ich mich müde in meinem Bett hin und her und versuche mich zum Aufstehen zu motivieren. Samstag ist für mich einer der schönsten Tage überhaupt, natürlich erst nachdem ich meinen Mister Right kennenlernte. Er liegt neben mir, grunzt fröhlich vor sich hin. Soll ich ihn wecken? Vorsichtig stehe ich auf. Nun ja, so vorsichtig und nun einmal auch elegant wie ich bin, stoße ich mich an dem Schrank im Schlafzimmer – Auuuaaa! Ich kann mir mein Schreien geradeso verkneifen, doch die Tränen schießen mir förmlich in die Augen. Mit wässrigen Augen laufe ich in meine Küche. Mein erster Griff ist die Kaffeemaschine. Ich versuche so leise zu machen, wie es nur geht. Immerhin möchte ich meinem Freund nicht aus den Träumen reißen. Als ich mich umdrehe um nach dem Kaffee zu greifen, kommt mir eine ganz neue Idee. Warum soll ich mir eigentlich immer die Arbeit mit Essen, Trinken und dem Ganzen anderen machen. Eigentlich könnten das doch auch mal andere. Ich stelle die Kaffeekanne zur Maschine und warte darauf, dass das schwarze Gold, für mich ist es wirklich Gold, durchgelaufen ist. Ich stehe auf dem Balkon, gemütlich rauche ich die erste Zigarette an diesem Tag. Als ich mich umdrehe, steht er vor mir. Ich finde ihn noch genauso toll wie am ersten Tag, auch wenn er wahrlich nicht perfekt ist. Er hat nur eine Boxershorts an. Ich könnte ihn um den Arm fallen. Vorsichtig zieht er mich zu sich und nimmt mich in den Arm. Seicht streichelt er meinen Rücken. Ich fühle mich geborgen, beschützt und immer wenn ich in seinen Armen liege bin ich glücklich.
Ihr werdet es kaum glauben, aber ich habe den Job in dem Unternehmen bekommen. In zwei Wochen sitze ich jeden Tag als Vorzeigevorzimmerdame in diesem recht arrogant wirkenden Büro. Auch wenn es nicht so klingt, aber ich freue mich auf meine neue Arbeit, immerhin kann ich jetzt wirklich sagen: Adjö du schnarchiges Call Center. Ich bin glücklich, ja so richtig happy. Doch mal ehrlich, ich wäre ja nicht Maja Stern, wenn ich nicht vor dem nächsten Problem stehen würde. Ausnahmsweise hat das auch überhaupt nichts mit meinem Job zu tun. Auch wenn mit meinem Mister Right eigentlich alles glatt läuft, fehlt mir irgendwas. Vielleicht sollte ich euch die Situation erst einmal richtig erklären. Mein Mister Right oder derzeit gerade große neue Liebe arbeitet viel – eigentlich sogar Nonstop. Gut auch ich arbeite gern und bin viel unterwegs, doch er, er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Workaholic. Um noch mehr ins Detail zu gehen – ein Arbeitstier. Nun ja, dank seiner wunderschönen Arbeit, die ich übrigens zutiefst hasse, sehen wir uns selten, um nicht zuletzt zu sagen kaum. Manchmal kommt er am Abend, nach einem 14 Stunden Tag noch zu mir. Denkt bloß nicht, dass dann noch irgendwas läuft. Ganz im Gegenteil – er fällt ins Bett und verzaubert mich mit seinem wundervollen und schiefen Schnarchen. Fröhlich grunzt er vor sich hin und ihr könnt mir glauben, dass er mehr als nur einen Baum fällt. Vielleicht versteht ihr mich ja noch nicht richtig, deswegen rede ich mal Tacheles. Mein Sex- oder vielleicht humaner ausgedrückt Liebesleben ist alles andere als erotisch oder gar befriedigend. Ich glaube eine Packung Schlaftabletten erlebt mehr als ich, die hat wenigsten von Zeit zu Zeit ihren Höhepunkt.
Mit meinen Unterlagen unterm Arm bin ich losgezogen, zu meinem „persönlichen Gespräch“, also in meinen Augen zu einem Vorstellungsgespräch und meine Nervosität war natürlich mit an Bord. Gut ich kam ein paar Minuten zu früh an, doch das ist ja immer noch besser als zu spät. Nun sitze ich hier, in dieser Empfangshalle, warte dass ich aufgerufen werde. Zielstrebig lege ich mir einige Sätze zurecht. Eigentlich spielt sich das Vorstellungsgespräch bis ins kleinste Detail in meinem Kopf ab, wenn ihr versteht was ich meine. „Frau Stern, kommen Sie bitte!“. Langsam stehe ich auf, ich habe hohe Schuhe an, oh Gott hoffentlich stolpere ich nicht. Nervös zupfe ich an meiner Jacke und folge der etwas, naja sagen wir mal, autoritär aussehenden Dame in Schwarz. „Nehmen Sie doch bitte Platz“, die gute Frau zeigt energisch auf einen Stuhl. Selbstverständlich sage ich ganz vorbildlich danke, aber wenn ich ehrlich bin, erinnert mich diese Frau ein wenig an einen wahren Drachen. Auf jeden Fall ist sie arrogant. Mit ihrem strengen Blick mustert sie mich und meine Kleidung – von oben nach unten und von unten nach oben – ich komme mir vor wie bei einer Fleischbeschauung, aber gut, auch das lasse ich über mich ergehen. Ihre Fragen löchern mich förmlich. Warum haben Sie sich bei uns beworben? (Na warum wohl, wegen dem Geld natürlich – keine Angst, das sind nur meine Gedanken). Nun greift sie auch noch zu meiner Bewerbungsmappe. „Naja, ihr Abschlusszeugnis ist ja nicht gerade das Beste!“ Energisch rückt sie ihre Brille nach oben. Nach minutenlangen Überlegungen fällt mir ein, an wen mich diese Frau erinnert – an Frau Rottenmeier aus dem Trickfilm Heidi. Die Beiden könnten glatt Zwillingsschwestern sein.
Nach einer kurzen Vorstellung am Telefon hat mich das Unternehmen zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. „Bitte bringen Sie Ihre Referenzen und Zeugnisse mit Frau Stern“, immer wieder geht mir dieser Satz durch den Kopf. Wenn ich ehrlich bin, weis ich nicht warum, doch das Jobangebot hört sich richtig interessant an. Heute ist es nun endlich soweit. Punkt 14 Uhr muss ich mich bei dem Unternehmen vorstellen. Natürlich habe ich meinem Mister Right davon erzählt und auch er fand die Idee gar nicht so übel. Nun liegt es aber an mir, dass ich das Beste daraus mache – wie immer also. Ich sammele alle meine Unterlagen zusammen, werfe einen Blick auf meine Zeugnisse und mal ehrlich, wenn ich Arbeitgeber wäre, ich würde diese nicht gerade als ansprechend werten, aber egal – ich habe den Termin und da muss ich auch durch. Nun stehe ich aber vor einem der wohl größten Probleme: Ich brauche das passende Outfit. Immerhin muss ich seriös, aber eben auch nicht zu aufdringlich wirken. Suchend und verzweifelt stehe ich vor meinem Kleiderschrank – ich habe nichts, aber wirklich gar nichts anzuziehen. Bimelebimbim… es klingelt. Wer ist denn das schon wieder? Wenn ich eines nicht gebrauchen kann, dann ist es Besuch. Ich muss mich doch noch anziehen. Meine beste Freundin steht vor der Tür – gut okay, sie könnte sich wirklich als wahre Hilfe entpuppen. Ich bekomme kaum ein Hallo heraus und ziehe sie aufgeregt zu meinem Schrank. „So was soll ich anziehen zu meinem Termin?“. Ein wenig entgeistert schaut sie mich an und grinst. Sie hat einen Plan, das sehe ich ihr an. Kurz darauf: zack, zack und nochmals zack: ich bin angezogen. Doch nun kommt die Aufregung. Werde ich einen guten Eindruck hinterlassen?
Eigentlich komme ich mir vor wie im Traum. Ich genieße mein Leben in der eigenen Wohnung in vollsten Zügen und anscheinend habe ich nun auch meine große Liebe gefunden. Mister Right ist charmant, liebevoll und ehrlich. Nach dem gemeinsamen Frühstück treffen wir uns nun regelmäßig. Aber auch wenn es so scheint, als komme mein Leben in die richtigen Bahnen, bin ich noch nicht voll und ganz zufrieden. Immerhin habe ich immer noch diesen eintönigen und langweilenden Job im Call Center, der ist nun wirklich nicht die Erfüllung ist. Nach einer Überdosis Koffein überschlagen sich die Gedanken und Ideen in meinem Kopf. Wie kann ich schneller und vor allem spaßiger Geld verdienen? Lohnt es sich zu kündigen? Ich wiege die Vor- und Nachteile ab und beim Blick aufs Konto wird mir klar, dass ich es mir nicht leisten kann ohne Arbeit in den Tag hinein zu leben. Auch wenn, seien wir doch mal ehrlich, viele Deutsche das so machen. Nach wenigen Minuten mache ich mich auf den Weg zum nächsten Kiosk. Ganz selbstverständlich geht meine Hand zur aktuellen Tageszeitung. Auch wenn mir diese eigentlich zuwider ist und ich keinerlei Interesse an diesem undurchsichtigen und schon irgendwo sinnlosen Papier habe, bezahle ich brav das Geld. Es ist Donnerstag und die Zeitung ist voll mit Jobangeboten. Eines springt mich fast vollkommen an: Fachkraft für umfangreiche Bürotätigkeit gesucht, Bezahlung nach Tarif, Eintritt schnellstmöglich usw. usw. Ich spreche mir Mut zu und greife zum Telefon. Tuuut, tuuut… es klingelt (oh mein Gott, ist das wirklich die richtige Entscheidung, immerhin habe ich einen Job, gut er ist todlangweilig, aber immer noch… es nimmt jemand ab). „Guuuuten Tag!“, ich bin so nervös wie schon lange nicht mehr. Wird das alles gut gehen?
Mein erster Kuss mit meinem Mister Right war himmlisch und wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich noch heute wie auf Wolke sieben. Endlich scheint es so, als würden alle meine Träume in Erfüllung gehen. Heute, einen Tag danach, nur wenige Stunden nachdem wir beide uns verabschiedeten, fühle ich mich blendend. Voller Elan und mit einer Überdosis Glücksgefühle fliege ich förmlich durch meine Wohnung. Es ist Samstag und so gehe ich gleich nach dem Aufstehen zu meiner Lieblingsbeschäftigung über – dem Kaffee trinken. Ich bin aufgeregt und gespannt wie ein Flitzebogen, meine Hände zittern und meine Augen strahlen. Ihr fragt euch warum – Mister Right will sich heute beim mir melden. Zur Sicherheit hab ich ihm nochmal meine Handynummer gegeben. Im Morgenmantel und mit wild zerzausten Haaren sitz ich in meiner Küche und schlürfe diesen köstlichen, wohltuenden Kaffee. Für mich ist das Koffein wie ein Lebenselixier. Meine Gedanken kreisen nur um meinen aktuellen Traumboy und langsam fang ich an auf seinen Anruf oder eine SMS von ihm zu warten. Plötzlich – Bimbelimbim – es klingelt an der Tür. Gott, wer ist denn das, so früh am Morgen. Eigentlich kann es nur meine beste Freundin sein. Ein wenig verärgert öffne ich impulsiv die Tür „Man was willst du denn schon hiiiiiieeer!“, ich beginne zu stammeln – denn die Person die vor mir steht ist nicht my best friend. Er ist es! Ja richtig mein Mister Right. Er schaut mich an und hält eine Tüte mit super frischen Brötchen in die Luft (wie die duften…..). Langsam beginnt er zu schmunzeln: „Tolles Outfit. Hast du Lust mit mir zu frühstücken, schöne Frau?“. Langsam nicke ich und es fällt mir wie Schuppen von den Augen – ich trage ja nur diesen grausamen Bademantel.
Er ist gekommen, er ist wirklich zu unserer ersten gemeinsamen Verabredung kommen – ich kann es noch gar nicht glauben. Gibt es wirklich noch Männer, die halten was sie versprechen oder wird sich auch mein angeblicher Traumtyp schnell zu einer wahren Luftnummer entwickeln? Endlich sind wir im Kino angekommen. Mit ein bisschen Überredungskunst und einem super charmanten Lächeln hab ich es geschafft, ihn zu einer echten Liebeskomödie zu überreden. Auch wenn mich dieser Film eigentlich nicht die Bohne interessiert, ist es die beste Möglichkeit ihm näher zu kommen. Emotionen und ein bisschen romantische Musik, da muss das doch was werden – ihr wisst sicher was ich meine. Zu Beginn des Films sitzen wir Beide ganz gespannt da. Ab und zu werfe ich mal einen kurzen Blick zum Mann meiner Träume. Oh mein Gott, ist der süß – aber an seiner Sitzhaltung könnte er echt was ändern – er sieht aus als ob er einen Besenstiel verschlungen hat. Ihn scheint der Film zu interessieren. Und mich? Naja eigentlich bin ich nur damit beschäftigt einen neuen Plan auszutüfteln. Innerlich spreche ich mir Mut zu. Soll ich es wagen? Soll ich meine Hand auf seine legen? Und dann plötzlich – oh mein Gott, er legt seinen muskulösen Arm um mich. Vorsichtig schmiege ich mich an ihn und insgeheim hoffe ich natürlich, dass das noch nicht alles war. Nachdem der Film seinen wahren schnulzigen Höhepunkt erreicht hat und ich das Kribbeln in meinem Bauch kaum mehr ertrage, beugt er sich zu mir rüber. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Er streichelt sanft über meine Wangen und dann ist es endlich soweit: Ich bekomme meinen ersten Kuss von meinem ganz persönlichen Mister Right.