Wenn es nach mir ginge, könnten wir den Montagmorgen in der Wochenplanung weglassen. Nach einem schönen entspannten Wochenende, an dem man ausschlafen kann, muss man sich am Montagfrüh aus dem Bett quälen, um zur Arbeit zu gehen, um das Geld für das eigene Leben zu verdienen. Als ich noch im Call Center arbeitete, begann mein Arbeitstag wesentlich später, so etwa gegen 11 Uhr, mal eine Stunde früher, mal eine später. Mit meiner neuen Arbeitsstelle bin ich gezwungen um sechs Uhr aufzustehen, denn mein Arbeitstag beginnt bereits um acht. Nun ja, ich quäle mich aus dem Bett. Im Halbschlaf gehe ich in die Küche und mache meine Kaffeemaschine einsatzbereit – wenigstens der ist es egal, um welche Uhrzeit sie ihren Dienst erfüllen muss und so lässt sie mich auch an einem verregneten Montagmorgen nicht im Stich.
Montagmorgen - mein Alltag!
Im Laufen ziehe ich so langsam aber sicher meinen Schlafanzug aus und gehe ins Bad. Während der Kaffee läuft, möchte ich meinem Körper ein wenig Wasser zeigen, ihr müsst wissen, dass das zu meinem individuellen Morgenritual gehört. Nun stehe ich unter der Dusche und freue mich auf das warme Nass. Eingestellt auf 38 Grad entspricht diese Temperatur genau meinen Vorstellungen. Nichts ahnend drehe ich den Wasserhahn auf und plötzlich – Brrrrrr… - es kommt eiskaltes Wasser. Ich schrecke zurück, komme ins Rutschen und knatschbum – ich liege in meiner Dusche. Doch anstatt nun endlich schönes warmes Wasser kommt, ist es weiterhin eiskalt. Ich warte noch einige Minuten und nichts passiert. Zitternd und genervt steige ich aus der Dusche werfe mir ein Handtuch um und freue mich auf meinen Kaffee, doch als ich in die Küche komme – Tretschtsch – ich sehe nur Dampf und keinen Kaffee. Wird heute der Tag der streikenden Maschinen?
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