Maja Sterns Flirt-Blog

Mein ganz privater Flirt Blog

Der Wecker reißt mich aus meinem mehr oder weniger wohlverdienten Schlaf… Zeit zum aufstehen und meinen sinnlosen Alltag von vorne zu spulen. Seit neuestem bin ich arbeitslos, für diejenigen denen ich mit meinem jetzigen Status als Arbeitslose ein bisschen schmeicheln möchte, sage ich, ich wäre zur Zeit Hausfrau. Genauer gesagt eine Hausfrau ohne Mann. Stellt sich wohl die berechtigte Frage, warum Ich den Wecker auf 9.00 Uhr gestellt habe. Erst recht nach dem gestrigen Abend, als ich mir im Fernsehen stundenlang diese Kanäle angeschaut hatte, auf denen diese komischen Singlebörsen Werbungen laufen, indem propagiert wird, wie einfach es ist einen geeigneten Partner per Mausklick ausfindig machen zu können. Für mich ein Ding der Unmöglichkeit wenn Ich bedenke, dass ich nicht einmal fähig bin, den virtuellen Warenkorb auf manchen Online Shops zu finden – auf dieser Weise sind mir immerhin ein paar Schnäppchen durch die Lappen gegangen.

Das Gefängis für Singles

Aber was soll es? Rausgehen möchte ich auch heute nicht. Zu bitter die Erfahrung, dass sich auf der Straße kein Mann nach mir umdreht. Nicht das die Herren der Schöpfung dazu nicht imstande wären oder irgendwie Cool sein möchten und auf ein Ich-brauch-dich-nicht-anstarren Trip sind, vielmehr sind die Männer nach wie vor simpel gestrickt, was vor allem an dem Ding in ihrer Hose liegt. Nach anderen Frauen haben Sie sich umgedreht, sogar die alte Macho Schallplatte haben Sie gestern im Einkaufszentrum aufgelegt, gepfiffen, gegafft und geflirtet hatten Sie was das Zeug hielt.

Ob verheiratet, verlobt, Single, frei, in einer offenen Beziehung lebend oder vergeben – der Beziehungsstatus hatte hier eine sekundäre Rolle gespielt. Nach dem Motto Fleisch ist geil, ging gestern regelrecht die Post ab. Allerdings bekam Ich bei diesem mehr als schlechten Film nicht einmal eine kleine Rolle zugewiesen, viel mehr fungierte Ich als Zuschauerin, die allerdings nicht die Möglichkeit hatte einfach so wegzuzappen und einen anderen Kanal anzuschauen oder den Kinosaal zu verlassen, um prompt mein Geld an der Kasse zurückzuverlangen.

Neues Hobby als Single

Thats real life – nimm es gelassen hin, ärger dich darüber oder finde einfach einen anderen Sinn in deinem Leben. Vielleicht entdecke Ich ja früher oder später eine Vorliebe fürs Häkeln… der erste Schritt in diese Richtung ist seit dem gestrigen Tag gemacht.

Krass, was einem als Single alles einfällt. Ich glaube kaum, dass man sich in einer Beziehung so viel Mühe geben würde, um sein Leben zu gestalten. Man lässt sich in eine Beziehung fallen, lässt vieles einfach so geschehen - ich denke wenn man hier ein bisschen planen würde, dann würden viele Bezeihung länger anhalten, als Sie es tun würden….

Wenn es nach mir ginge, könnten wir den Montagmorgen in der Wochenplanung weglassen. Nach einem schönen entspannten Wochenende, an dem man ausschlafen kann, muss man sich am Montagfrüh aus dem Bett quälen, um zur Arbeit zu gehen, um das Geld für das eigene Leben zu verdienen. Als ich noch im Call Center arbeitete, begann mein Arbeitstag wesentlich später, so etwa gegen 11 Uhr, mal eine Stunde früher, mal eine später. Mit meiner neuen Arbeitsstelle bin ich gezwungen um sechs Uhr aufzustehen, denn mein Arbeitstag beginnt bereits um acht. Nun ja, ich quäle mich aus dem Bett. Im Halbschlaf gehe ich in die Küche und mache meine Kaffeemaschine einsatzbereit – wenigstens der ist es egal, um welche Uhrzeit sie ihren Dienst erfüllen muss und so lässt sie mich auch an einem verregneten Montagmorgen nicht im Stich. Im Laufen ziehe ich so langsam aber sicher meinen Schlafanzug aus und gehe ins Bad. Während der Kaffee läuft, möchte ich meinem Körper ein wenig Wasser zeigen, ihr müsst wissen, dass das zu meinem individuellen Morgenritual gehört. Nun stehe ich unter der Dusche und freue mich auf das warme Nass. Eingestellt auf 38 Grad entspricht diese Temperatur genau meinen Vorstellungen. Nichts ahnend drehe ich den Wasserhahn auf und plötzlich – Brrrrrr… - es kommt eiskaltes Wasser. Ich schrecke zurück, komme ins Rutschen und knatschbum – ich liege in meiner Dusche. Doch anstatt nun endlich schönes warmes Wasser kommt, ist es weiterhin eiskalt. Ich warte noch einige Minuten und nichts passiert. Zitternd und genervt steige ich aus der Dusche werfe mir ein Handtuch um und freue mich auf meinen Kaffee, doch als ich in die Küche komme – Tretschtsch – ich sehe nur Dampf und keinen Kaffee. Wird heute der Tag der streikenden Maschinen?

Mein Leben scheint in diesen Tagen ein wenig an mir vorbeizuziehen. Ich weis nicht warum, aber es macht den Anschein, als lebe sich mein Leben von ganz allein. So ist mein Verhalten in diesen Tagen sehr passiv, von einem Drang nach Aktivitäten kann kaum mehr die Rede sein. Sicherlich gehe ich meiner Arbeit und all den verschiedenen Verpflichtungen nach, doch ich weis eigentlich kaum, wie mir das gelingt. Meine Gedanken – nun ja, ich bin mir nicht sicher, wie ich das beschreiben soll – meine Gedanken kreisen um den Mann von der Straße. Irgendetwas zieht mich zu ihm. Er ist faszinierend, keine Frage, doch derzeit kann ich mir das nicht anmerken lassen. Immerhin weis ich nicht, ob ich ihn jemals wiedersehe und vor allem auch wer er ist oder wo ich ihn finde. Mein eigentlich geglaubter Mister Right hat in diesen Tagen wieder mehr Zeit für mich. Er kommt jeden Tag und auch schon lange nicht mehr so spät wie sonst. Aber auch wenn mir seine Besuche und seine Streicheleinheiten zu viel sind, lasse ich mir das kaum anmerken. Ich bringe in diesen Tagen vor allem mein schauspielerisches Talent voll und ganz zur Geltung. Die Gründe hierfür – nun ja, sie sind unterschiedlich. Aber irgendwie funktioniert mein Leben in diesen Tagen sehr geordnet und diese Struktur habe ich mir ja auch immer gewünscht. Heute weis ich nicht, ob dies alles so in Ordnung war, doch momentan möchte ich mich nicht schon wieder in eine Zeit des Chaos und des Umbruchs begeben und so konzentriere ich mich voll und ganz auf den Alltag.

Seit einigen Tagen kreisen meine Gedanken nur um den Mann, den ich auf der Straße traf. Er hatte unbeschreiblich schöne Augen, sie waren eisblau und voller Lebenslust und Optimismus. Seine Gesichtszüge waren recht markant, jedoch sehr männlich. Sicherlich bin ich mit meinem Mister Right glücklich, doch dieser Mann hatte irgendetwas, was mich an ihm faszinierte. Ich weis nicht warum, doch er konnte mich in seinen Bann ziehen. Nahezu ständig denke ich an ihn, in meinen Träumen fühle ich mich in die erste Begegnung zurückversetzt. Doch warum hat dieser Mann einen so großen Einfluss auf mich? Ich weis es nicht und ich kann auch keine Antwort auf diese Frage finden. Doch eines ist sicher, er hat etwas an sich, das sonst wahrscheinlich niemand auf dieser Welt hat. Noch vor wenigen Stunden habe ich mich mit meinem Mister Right getroffen, als ich ihm in die Augen schaute, bemerkte ich, dass diese recht leer waren, in gewissen Punkten sogar ausdruckslos. Sicherlich war das schon zu Beginn so, doch heute störte es mich extrem. Er sah aus wie ein Mann aus dem Bilderbuch, schien eigentlich keine Ecken und Kanten zu haben. Plötzlich, wirklich von einem Moment zum anderen, kam er mir langweilig vor. Ich fand nichts mehr, was mich an ihm faszinierte, nichts was mich begeisterte und nur sehr wenig, was für ihn und letzten Endes auch für seine Beziehung sprach. Meine Gedanken fahren in diesen Stunden Karussell, sie überschlagen sich, finden kaum mehr ein Ende und immer wieder kreisen sie um den schönen Unbekannten auf der Straße. Auch wenn mir vieles nicht klar ist, weis ich, dass ich ihn in diesen Tagen wiedersehen möchte. 

Seit Tagen schneit es. Für meine Heimat ist das sehr ungewöhnlich, immerhin liegen wir nicht gerade hoch. Am Anfang habe ich mich ja noch über die zahlreichen Flöckchen gefreut. Immerhin ist es ja eine Seltenheit, dass bei uns Schnee fällt, nun, naja, ich kann die weiße Pracht bald nicht mehr sehen. Als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute, schneite es und wahrscheinlich hat es das auch die ganze Nacht getan. Genervt ziehe ich mir meinen dicken Mantel an und setze eine knuffige Wollmütze auf. Doch das Problem sind nicht Mantel und Co. Vielmehr sind es die Schuhe. Ich bin ehrlich – ich habe einfach nicht das passende Schuhwerk für diesen Winter. All meine Stiefel haben einen entsprechenden Absatz, immerhin möchte ich attraktiv aussehen, wenn ich mich auf die Straßen begebe. Auch heute entscheide ich mich für Schuhe mit einem wunderschönen Pfennigabsatz. Ein wenig fröhlicher stiefel ich die Treppen hinab und öffne die Haustür. Noch ehe ich mich versehen, oder besser noch eher als ich reagieren kann – kratschbum – liege ich auf der Straße. Ich versuchte elegant zu fallen, doch das war nicht möglich. Liegend versinke ich im Selbstmitleid. Meine Tränen kann ich gerade zurückhalten, als mir plötzlich eine Hand entgegengestreckt wird. Wie selbstverständlich greife ich nach der Hand. Vorsichtig zieht mich die Hand nach oben und auch beim Aufstehen beginne ich zu rutschen, doch die Hand mit dem schwarzen Handschuh kann ich mich halten. Als ich stehe, blicke ich diesem Menschen in die Augen. Es ist ein junger Mann, mit einem ungemein großen Charme. In meinem Bauch beginnt es zu kribbeln. Habe ich mich neu verliebt?

Endlich ist er vorbei, der Tag der Liebe, der lang ersehnte Valentinstag und vor allem endlich ist die Suche nach dem richtigen Geschenk vorbei. Gut ich setze eigentlich schon auf Romantik, doch mal ehrlich, muss dieses Weiterreichen von den verschiedensten Gegenständen wirklich sein. Ist es nicht ausreichend, jemanden zu sagen, dass man ihn liebt. Nun ja, für mich sind der Valentinstag und vor allem der Zwang des richtigen Geschenks ein Rätsel. Aber ich habe mich dieser, naja nennen wir es mal Tradition hingegeben. Mir war es zu wider, das ist richtig, doch für meinen Mister Right lasse ich  mich auch auf diese Spielchen ein. Also bin ich, wahrscheinlich wie viele andere Menschen in Deutschland, am Valentinsmorgen losgezogen und habe mich hingebungsvoll der Suche nach dem richtigen Geschenk gewidmet. Wirklich das Passende habe ich nicht gefunden, da bin ich mir sicher, doch ich habe es mir nicht nehmen lassen, einen Kasten Pralinen zu kaufen. Als ich an der Kasse stand und die zahlreichen Männer vor mir sah, habe ich mich zwar gefragt, ob ich da die richtige Wahl getroffen habe, doch eigentlich war ich mir nach einigen Überlegungen meiner Sache sicher. Mit dem Kasten Pralinen unter dem Arm stiefelte ich davon, es schneite, die Bürgersteige waren glatt und es war kalt – das Ganze natürlich nicht zu knapp. Ich hatte nur ein dünnes Jäckchen an und plötzlich – Kratzschbum – rutschte ich aus. Elegant versuchte ich mich an irgendwas festzuhalten, doch der Versuch – nun ja, er scheiterte kläglich. Doch mein kleiner Sturz war ja nicht alles, ich fiel natürlich auf das Geschenk für meinen Liebsten – auf die Pralinen.

Heute ist es endlich soweit und ich darf mich an meinem neuen Arbeitsplatz nach Lust und Laune austoben. Äußerlich wirke ich sicherlich entspannt und cool, innerlich fahre ich im wahrsten Sinne des Wortes Karussell. Ich mache mir zahlreiche Gedanken,  frage mich, ob ich dieser neuen Aufgabe gewachsen bin und ob ich eine gemeinsame Linie mit meinen Kollegen finde. Nun ja ich mache mich langsam auf den Weg. Immerhin ist es ja auch ein Stück und am ersten Tag möchte ich nicht zu spät kommen. An meinem neuen Arbeitsplatz herrscht eine strikte Kleiderordnung. Der Rock muss eine Handbreite über dem Knie enden und das Oberteil muss zu den Schuhen passen. Für mich war das schon etwas gewöhnungsbedürftig, aber bei Weitem nicht das größte Problem. Ich gebe es ja zu – in den letzten Wochen griff ich öfters mal in die Gummibärentüte und aß auch mal ein Stück Schokolade zu viel – nun ja, das Ergebnis findet man auf meinem Hüften. Mein Kostüm passt gerade noch, doch viel Bewegung ist nicht drin. Leider hatte ich keine Alternative und so musste ich mich in diesen engen Stoff quetschen. Auch wenn ihr es kaum glauben könnt, aber ich habe diesen grausamen und vor allem biederen Rock schließen können. Als ich aus der Straßenbahn aussteige, eile ich zu dem Bürogebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Freundlich begrüße ich alle und begebe mich zum Büro meiner neuen Chefin und da steht sie nun – mit einer kleinen Zuckertüte in der Hand – gemeinsam mit fünf anderen Kolleginnen. Ich finde die Idee so süß und mache einen großen Schritt nach vorn  und plötzlich – kkrrtzzsscchh – mein Rock ist gerissen.

Nachdem ich mich in den letzten Tagen intensiv mit den zahlreichen verschiedenen Zukunftsplänen auseinandergesetzt habe, bin ich der Überzeugung, dass ich mir ein paar Stunden für mich verdient habe. Am liebsten möchte ich die mit meinem Mister Right verbringen, doch der muss, wie immer, arbeiten. Genau aus diesem Grund habe ich mich für eine ganz andere Idee entschieden. Ich werde meine erholsamen und wohlverdienten Stunden mit meiner besten Freundin verbringen. Ich sitze in dem Coffee-Shop um die Ecke und starre aus dem Fenster. Seit langem sind es mal wieder die ersten Minuten, die ich mit einem köstlichen Latte Macchiatto verbringen kann und so lasse ich es mir so richtig schmecken. Es regnet, ein wenig energisch trommeln die Tropfen an das Fenster und auf den Straßen, naja wie soll es auch anders sein, suchen alle einen trockenen Platz. Irgendwie überschlagen sich meine Gedanken und das erste Mal hege ich wahre Zweifel an meiner aktuellen Beziehung. Sicherlich ist es schön und auch beruhigend zu wissen, dass jemand an der eigenen Seite ist, doch momentan bin ich nicht wirklich zufrieden. Ich weis nicht, warum, aber er fehlt mir. Ab und an schaut er mal vorbei und dann ist er wieder verschwunden. Wenn ich verliebt bin, möchte ich soviel Zeit wie nur möglich mit demjenigen verbringen, doch nun – naja ich könnte auch Single sein. Ich wünsche mir manchmal unser erstes Date zurück und gerade in diesem Moment füllen sich meine Augen mit Tränen. Es scheint mir so, als wüsste ich derzeit weder ein noch aus. Vorsichtig wische ich die Tränen aus meinem Gesicht und greife zu meinem Latte Macchiatto.

Mit meiner Kündigung in der Tasche begebe ich mich heute recht gutgelaunt zum Call Center. Warum ich gerade heute so fröhlich bin, kann ich mir selbst kaum erklären, doch ich denke mal, dass das mit meinem neuen Arbeitsplatz zu tun hat. Eigentlich kann ich es immer noch nicht richtig glauben – aber in wenigen Tagen habe ich einen Job, der mir vielleicht einmal Spaß machen könnte. Ich habe am Sonntag meine Kündigung vorbereitet und möchte sie heute meiner Vorgesetzten geben. Ich kann mir ihren Gesichtsausdruck schon richtig vorstellen – Gott wird diese überaus freundliche Frau böse sein – beim Gedanken daran huscht ein erstes Lächeln über mein Gesicht. Kurz vor dem Call Center befindet sich ein kleiner Coffeeshop. Bis jetzt bin ich keinen Morgen an meinem Coffee to go vorbeigekommen und auch heute, mal ehrlich es ist nun einmal ein Muss, muss der kleine Kaffee sein. Mit dem Becher in der Hand, stürme ich nahezu in das Call Center. Begrüße alle höflich und plötzlich geht das Gemurmel in allen Reihen los. Was ist denn nur? Sehe ich heute so grausam aus? Mein erster Schritt schlägt die Richtung der Geschäftsführung ein. Doch auch wenn ich mir den ganzen Weg hier her Mut und sagen wir mal Selbstbewusstsein angeredet habe, verschlägt es mir nahezu die Sprache, als ich meine Chefin sehe. „Guten Morgen Frau Stern. Was kann ich für Sie tun?“ „Guuuttennn Mooorgen, ich möööcchte…“ Ich bekommen dieses einfache Wort kündigen nicht heraus. Innerlich rede ich mir Mut zu: Komm schon Maja sag es, kündigen! Es ist ganz einfach. Wortlos drücke ich ihr den Brief in die Hand und verlasse im Sauseschritt das Büro.

Es ist Samstagmorgen, noch einmal drehe ich mich müde in meinem Bett hin und her und versuche mich zum Aufstehen zu motivieren. Samstag ist für mich einer der schönsten Tage überhaupt, natürlich erst nachdem ich meinen Mister Right kennenlernte. Er liegt neben mir, grunzt fröhlich vor sich hin. Soll ich ihn wecken? Vorsichtig stehe ich auf. Nun ja, so vorsichtig und nun einmal auch elegant wie ich bin, stoße ich mich an dem Schrank im Schlafzimmer – Auuuaaa! Ich kann mir mein Schreien geradeso verkneifen, doch die Tränen schießen mir förmlich in die Augen. Mit wässrigen Augen laufe ich in meine Küche. Mein erster Griff ist die Kaffeemaschine. Ich versuche so leise zu machen, wie es nur geht. Immerhin möchte ich meinem Freund nicht aus den Träumen reißen. Als ich mich umdrehe um nach dem Kaffee zu greifen, kommt mir eine ganz neue Idee. Warum soll ich mir eigentlich immer die Arbeit mit Essen, Trinken und dem Ganzen anderen machen. Eigentlich könnten das doch auch mal andere. Ich stelle die Kaffeekanne zur Maschine und warte darauf, dass das schwarze Gold, für mich ist es wirklich Gold, durchgelaufen ist. Ich stehe auf dem Balkon, gemütlich rauche ich die erste Zigarette an diesem Tag. Als ich mich umdrehe, steht er vor mir. Ich finde ihn noch genauso toll wie am ersten Tag, auch wenn er wahrlich nicht perfekt ist. Er hat nur eine Boxershorts an. Ich könnte ihn um den Arm fallen. Vorsichtig zieht er mich zu sich und nimmt mich in den Arm. Seicht streichelt er meinen Rücken. Ich fühle mich geborgen, beschützt und immer wenn ich in seinen Armen liege bin ich glücklich.