Maja Sterns Flirt-Blog

Mein ganz privater Flirt Blog

Ihr werdet es kaum glauben, aber ich habe den Job in dem Unternehmen bekommen. In zwei Wochen sitze ich jeden Tag als Vorzeigevorzimmerdame in diesem recht arrogant wirkenden Büro. Auch wenn es nicht so klingt, aber ich freue mich auf meine neue Arbeit, immerhin kann ich jetzt wirklich sagen: Adjö du schnarchiges Call Center. Ich bin glücklich, ja so richtig happy. Doch mal ehrlich, ich wäre ja nicht Maja Stern, wenn ich nicht vor dem nächsten Problem stehen würde. Ausnahmsweise hat das auch überhaupt nichts mit meinem Job zu tun. Auch wenn mit meinem Mister Right eigentlich alles glatt läuft, fehlt mir irgendwas. Vielleicht sollte ich euch die Situation erst einmal richtig erklären. Mein Mister Right oder derzeit gerade große neue Liebe arbeitet viel – eigentlich sogar Nonstop. Gut auch ich arbeite gern und bin viel unterwegs, doch er, er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Workaholic. Um noch mehr ins Detail zu gehen – ein Arbeitstier. Nun ja, dank seiner wunderschönen Arbeit, die ich übrigens zutiefst hasse, sehen wir uns selten, um nicht zuletzt zu sagen kaum. Manchmal kommt er am Abend, nach einem 14 Stunden Tag noch zu mir. Denkt bloß nicht, dass dann noch irgendwas läuft. Ganz im Gegenteil – er fällt ins Bett und verzaubert mich mit seinem wundervollen und schiefen Schnarchen. Fröhlich grunzt er vor sich hin und ihr könnt mir glauben, dass er mehr als nur einen Baum fällt. Vielleicht versteht ihr mich ja noch nicht richtig, deswegen rede ich mal Tacheles. Mein Sex- oder vielleicht humaner ausgedrückt Liebesleben ist alles andere als erotisch oder gar befriedigend. Ich glaube eine Packung Schlaftabletten erlebt mehr als ich, die hat wenigsten von Zeit zu Zeit ihren Höhepunkt.

Er ist gekommen, er ist wirklich zu unserer ersten gemeinsamen Verabredung kommen – ich kann es noch gar nicht glauben. Gibt es wirklich noch Männer, die halten was sie versprechen oder wird sich auch mein angeblicher Traumtyp schnell zu einer wahren Luftnummer entwickeln? Endlich sind wir im Kino angekommen. Mit ein bisschen Überredungskunst und einem super charmanten Lächeln hab ich es geschafft, ihn zu einer echten Liebeskomödie zu überreden. Auch wenn mich dieser Film eigentlich nicht die Bohne interessiert, ist es die beste Möglichkeit ihm näher zu kommen. Emotionen und ein bisschen romantische Musik, da muss das doch was werden – ihr wisst sicher was ich meine. Zu Beginn des Films sitzen wir Beide ganz gespannt da. Ab und zu werfe ich mal einen kurzen Blick zum Mann meiner Träume. Oh mein Gott, ist der süß – aber an seiner Sitzhaltung könnte er echt was ändern – er sieht aus als ob er einen Besenstiel verschlungen hat. Ihn scheint der Film zu interessieren. Und mich? Naja eigentlich bin ich nur damit beschäftigt einen neuen Plan auszutüfteln. Innerlich spreche ich mir Mut zu. Soll ich es wagen? Soll ich meine Hand auf seine legen? Und dann plötzlich – oh mein Gott, er legt seinen muskulösen Arm um mich. Vorsichtig schmiege ich mich an ihn und insgeheim hoffe ich natürlich, dass das noch nicht alles war. Nachdem der Film seinen wahren schnulzigen Höhepunkt erreicht hat und ich das Kribbeln in meinem Bauch kaum mehr ertrage, beugt er sich zu mir rüber. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Er streichelt sanft über meine Wangen und dann ist es endlich soweit: Ich bekomme meinen ersten Kuss von meinem ganz persönlichen Mister Right.

Paul – und ich nenne ihn hiermit offiziell meinen Schatz – hat heute sehr lecker für mich gekocht. Ich habe mich zwar ein bisschen überreden lassen, ihn besuchen zu kommen – nun ja, man kann nicht einfach jedem vertrauen – aber das Ganze war dann doch entspannter, als ich dachte. Er wohnt in einer Gegend, die völlig in Ordnung ist (ich habe mir natürlich alles ganz genau angeschaut), nur ist seine Wohnung nicht besonders groß. Aber Paul mag Musik – seine Soundanlage ist einfach wundervoll! Und wie viele CDs er besitzt! Er hat mich wirklich umgehauen. Ich bin dann irgendwann ins Bad verschwunden, um seine Pflegeprodukte zu inspizieren – und war absolut überrascht davon, dass dieser Mann auf sich Acht zu geben scheint. Ich finde das unglaublich interessant, schließlich könnte ihm sein Äußeres kaum egaler sein – offensichtlich legt er trotzdem Wert darauf, eine anziehende Wirkung auf Frauen zu haben, nicht nur mit seinem Charakter. Er wird mir immer sympathischer. Und unheimlicher. Was will er von mir? Es kann doch nicht sein, dass ich eine so gute Partie abbekommen habe?
Als ich dann aus seinem Bad zurück in die Küche diffundierte, sagte er, dass ich gut riechen würde. Ooh, was für ein Charmeur! Er hat so lieb gelächelt, da musste ich ihn gleich küssen. Und das Essen hat wundevoll geschmeckt. Wir haben zusammen abgewaschen und abgetrocknet – und ich finde es unglaublich, was für einen Orientierungssinn er hat. Reißt mich wirklich vom Hocker.
Dann haben wir es uns auf seinem Sofa gemütlich gemacht und haben uns wundervoll unterhalten. Ich wäre gerne noch länger geblieben, aber ich muss gut aufpassen, dass ich mein Herz nicht allzu schnell an ihn verliere.