Maja Sterns Flirt-Blog

Mein ganz privater Flirt Blog

Ich glaube, dass eine unglaubliche Existenzkrise mich erreicht hat. Heute hatte ich so gar keine Lust auf Gott und die Welt. Die Haare habe ich mir ins Gesicht fallen lassen und habe mich in meinen Schal gewickelt, damit bloß nichts von der Außenwelt an mich herankommt. Am liebsten wäre ich ganz verschwunden. Irgendwie fühle ich mich total fragil. Ich glaube, es ist der Winter. Eindeutig das miese Wetter. Eindeutig! Mist! Mist-Wetter, Mist-Leben.

Habe erstmal meiner Mutter einen Besuch abgestattet. Bin wahrscheinlich doch suizidgefährlicher, als ich dachte. Manchmal kann sie hilfreich sein, an anderen Tagen kann sie einen wirklich noch tiefer in den Abgrund stürzen. Mein Vater saß vor dem Fernseher und hat halbwegs meine Existenz registriert, als ich zur Tür rein kam – nach einem kurzen „Hallo“ war Schluss – und dann habe ich mit meiner Mutter in der Küche herumgesessen. Auf die Frage „Wie geht’s denn jetzt deinem Liebesleben?“ habe ich stumpf angefangen, zu Heulen. Das war ihr dann Antwort genug. „Du wirst irgendwann auch den Richtigen finden, glaube mir! Der Weg ist einfach nur steinig.“ Und diese Information bringt mir jetzt was? Soll ich denn ewig in der Hoffnung leben, dass er eines Tages auftaucht? Wie soll ich denn meinen Alltag verbringen? ‚Ach, bald ist mein Liebster da – DANN kann ich mit ihm zusammen den Tee trinken, den ich gerade alleine verputze.’ Oder noch besser, ‚Oh, bald ist Weihnachten! Hätte ich meinen Schatz schon jetzt, könnte ich ihm DIESEN Pulli hier kaufen.’ Fehlanzeige. Aber wenn ich mich verstecke, wird es auch nicht besser…

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