Meine allerbeste Freundin hat sich gestern Abend von ihrem drei-Jahre-Bezieung Freund getrennt. Die beiden waren wirklich wie ein Herz und eine Seele. Mein ganzer Freundeskreis hat erwartet, dass die beiden bald heiraten werden. Irgendwie war das alles ganz anders geplant. Wobei das Wort „geplant“ hierbei durchaus richtig gewählt ist – es gab richtige Pläne. Heiraten, Kinder kriegen, zusammen alt werden – und das haben sie auch oft genug heraushängen lassen. Es waren Pläne, die sie auch zusammen geschmiedet haben (keiner hat dem Anderen die eigenen Wünsche aufgedrückt, so glücklich, wie sie aussahen, ist dies absolut unvorstellbar!). Ok, drei Jahre mag für den ein oder anderen wie ein sehr kurzer Zeitraum wirken. Aber die beiden hatten es wirklich drauf.
Ich frage mich, woran genau es gescheitert ist. Sie erzählt mir nichts. Sie geht nicht ans Telefon. So perfekt, und jetzt soll es vorbei sein? An temporäre Trennungen glaubt keiner von beiden… genauso wenig glaubt irgendjemand aus meinem Freundeskreis an sie. Es ist ja auch wahrer Schwachsinn. „Lass uns Freunde bleiben,“ der dämlichste Spruch des Jahrhunderts. Wie sollte das denn auch funktionieren? „Hallo, ja, ich hab’ ne neue.“ Allein dieser Satz löst doch schon einen Vulkan an Negativ-Gefühlen bei Verlassenen aus. Und dann noch in höchsten Tönen freundschaftlich von der Neuen berichten? Nein, so ein Rad ab hat keine Frau, die nicht bald einen Suizidversuch plant. Distanz ist da angebracht.
Vielleicht sind es die vielen Pläne, die am Ende alles ruiniert haben? Die vielen Versprechen, die dann anscheinend doch einem von beiden den Boden der Realität näher gebracht haben (Fall auf die „Nase“).
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