Maja Sterns Flirt-Blog

Mein ganz privater Flirt Blog

Ok, bevor ich mich literarisch darüber ergieße, welche Flirtpläne ich zur Zeit schmiede, sollte ich vielleicht noch mal klarstellen, was ich eigentlich für ein hoffnungsloser Fall bin. Im Endeffekt ist es nämlich so, dass ich entweder niemals angesprochen werde – oder es nicht einmal merke. Ein bisschen verschreckt bin ich noch dazu auch. Ich erinnere mich gerade an ein sehr prägendes Erlebnis, das den Wunsch in mir weckt, mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen: Eine Zugfahrt. Mein Handy. Ich rufe an, um zu sagen, wann ich am Zielort ankommen soll. Ich lege auf. Ein Typ lehnt sich vor mir über seinen Sitz zu mir rüber und sagt: „Hey, sag’ mal, kann ich kurz eine SMS von deinem Handy schreiben? Ich gebe dir auch das Geld dafür. Das wär’ voll nett.“ Oh mein Gott. Eigentlich habe ich so gar keine Lust, ewig auf die RückSMS zu warten, das diesem Kerl zu sagen, ihm die SMS vorzulesen… ein viel zu langer Prozess. Aber ich muss ja nett sein. Ich bin ja ein völlig freundlicher, „offener“ Mensch. „Na gut…“ Ich tippe die SMS, offensichtlich an einen Herrn, der mit ‚Bruder’ angesprochen wird (fragt mich bloß nicht, ob es sich dabei um tatsächliche Verwandtschaft handelt oder um beste-Freunde-Slang), lasse mir – Ewigkeiten andauernd – die Nummer diktieren, zeige alles brav dem Gegenüber vor und schicke die SMS ab. Werde entlohnt. Einige Momente später kommt eine SMS zurück. Ich zeige sie dem Kerl. „Jo, danke.“ Ok. Gut, ich hab’s überstanden. Am Zielort angekommen, schläft er. Ich bin die letzte Person auf Erden, ihn zu wecken.
Stunden später fällt mir auf: VERDAMMT. ‚Bruder’ hat meine Nummer.

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