Es gibt viele Männlein und Weiblein auf dieser Erde. Wie viele genau, weiß ich nicht. Aber es gibt sicherlich genug, dass sie zueinander finden können. Und das sollten sie auch. Die Evolution hat sich das nämlich so gedacht. Deshalb hat sie ja auch die Attraktivität erfunden.
Sie ist ein marktführendes Mittel, um zu entscheiden, ob wir uns jemandem nähern wollen oder nicht. Ebenso entscheidend ist, was Weibleib (oder auch Männlein) mit der von „Gott“ gegebenen Attraktivität anfängt. Macht man nichts aus sich selbst, gefällt man einem ganz anderen Spektrum an Mann als dem, an das man mit viel Make-Up und Topfrisur gerät. Wahrhaft traurig ist die Ungewissheit, in welche Schublade man den Vielleicht-Traummann eigentlich strecken soll, wenn man ihn gerade erst getroffen hat. Oder noch nicht. Sollte man vielleicht heute doch lieber auf Mascara verzichten, weil der Liebste – den man natürlich gleich um die Ecke beim Müllrausbringen trifft – ganz und gar der Natur verfallen ist? Und ist er das, ist er dann überhaupt der Richtige? Wer zum Teufel soll sowieso der Richtige sein? Geschmäcker sind grausam verschieden. Man kann gar nicht jedem gefallen. Nicht jedes Weiblein ist beliebig auf jedes Männlein zu verteilen. Noch schlimmer ist aber das Kopfzerbrechen darum, einen liebevollen Menschen zu „verpassen“, weil man nicht in das Genre passt, das Wohlgefallen und Anziehung erschafft. Absurd ist das! Äußere Werte sind viel zu bedeutsam in unserer Gesellschaft! Wie viele Nicht-Barbies haben ihren Ken verpasst? Und bei wem wäre wohl Tom Cruise gelandet, wenn er nicht Katie Holmes kennen gelernt hätte? Wäre ich ohne Mascara meinem Ex niemals näher gekommen?
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