Ich bin noch einen Schritt weiter gegangen! Oh, trotz ausbleibender Erfolgserlebnisse bin ich unermüdlich geworden. Man muss doch in diesem Leben allein durch ein Lächeln viel erreichen können. Es kann einfach nicht anders sein. Nein, ein Lächeln kann Berge versetzen! Ich glaube daran! Ich glaube daran!!!
Ok, aber ihr versteht ja kein Wort von dem, was ich euch auftische. Hier also die ganze Geschichte: nach meinem wundervollen Straßenbahn-Flirt habe ich entschlossen, so weiterzumachen. Ich werde bestimmt nicht auf Mr. Right warten – und mich erstrecht nicht darauf verlassen, dass er mich findet. Männer sind überhaupt keine „Jäger und Sammler“, auch, wenn die Forschung das gerne behauptet. Am Ende sind wir alle nur eines – Menschen. Und viele sind schüchterner als andere. Aggressiv sein will kaum einer: man riskiert schließlich seinen Kopf dabei (oder eine kurzweilige schlechte Reputation bei mindestens einer anderen Person). Jedenfalls war da dieser gutaussehende, junge Mann beim Bäcker. Da er nur einen Croissant bestellt hat, bin ich davon ausgegangen, dass er auch einer der Suchenden sein muss. Na ja. Vielleicht sucht er nicht, vielleicht will er gefunden werden. Von mir zum Beispiel. Da habe ich einfach einen Zettel und einen Stift aus meiner Handtasche gekramt, habe meine Nummer draufgeschrieben und bin stumpf lächelnd auf ihn zugegangen. „Ich wünsche dir noch ein schönes Frühstück.“ … er hat zurückgelächelt! Wie wundervoll!
Ziemlich stolz bin ich dann nach Hause gehüpft (na ja, fast gehüpft. So hüpfend, dass ich mich nicht vor der ganzen Stadt blamiere…) und habe dann den Rest des Tages tatsächlich damit verbracht, auf mein Handy zu starren. (Übrigens sinnlos!) Es ist bis jetzt nichts gekommen. Was nicht ist, kann ja noch werden?
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