Eigentlich komme ich mir vor wie im Traum. Ich genieße mein Leben in der eigenen Wohnung in vollsten Zügen und anscheinend habe ich nun auch meine große Liebe gefunden. Mister Right ist charmant, liebevoll und ehrlich. Nach dem gemeinsamen Frühstück treffen wir uns nun regelmäßig. Aber auch wenn es so scheint, als komme mein Leben in die richtigen Bahnen, bin ich noch nicht voll und ganz zufrieden. Immerhin habe ich immer noch diesen eintönigen und langweilenden Job im Call Center, der ist nun wirklich nicht die Erfüllung ist. Nach einer Überdosis Koffein überschlagen sich die Gedanken und Ideen in meinem Kopf. Wie kann ich schneller und vor allem spaßiger Geld verdienen? Lohnt es sich zu kündigen? Ich wiege die Vor- und Nachteile ab und beim Blick aufs Konto wird mir klar, dass ich es mir nicht leisten kann ohne Arbeit in den Tag hinein zu leben. Auch wenn, seien wir doch mal ehrlich, viele Deutsche das so machen. Nach wenigen Minuten mache ich mich auf den Weg zum nächsten Kiosk. Ganz selbstverständlich geht meine Hand zur aktuellen Tageszeitung. Auch wenn mir diese eigentlich zuwider ist und ich keinerlei Interesse an diesem undurchsichtigen und schon irgendwo sinnlosen Papier habe, bezahle ich brav das Geld. Es ist Donnerstag und die Zeitung ist voll mit Jobangeboten. Eines springt mich fast vollkommen an: Fachkraft für umfangreiche Bürotätigkeit gesucht, Bezahlung nach Tarif, Eintritt schnellstmöglich usw. usw. Ich spreche mir Mut zu und greife zum Telefon. Tuuut, tuuut… es klingelt (oh mein Gott, ist das wirklich die richtige Entscheidung, immerhin habe ich einen Job, gut er ist todlangweilig, aber immer noch… es nimmt jemand ab). „Guuuuten Tag!“, ich bin so nervös wie schon lange nicht mehr. Wird das alles gut gehen?
Mein erster Kuss mit meinem Mister Right war himmlisch und wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich noch heute wie auf Wolke sieben. Endlich scheint es so, als würden alle meine Träume in Erfüllung gehen. Heute, einen Tag danach, nur wenige Stunden nachdem wir beide uns verabschiedeten, fühle ich mich blendend. Voller Elan und mit einer Überdosis Glücksgefühle fliege ich förmlich durch meine Wohnung. Es ist Samstag und so gehe ich gleich nach dem Aufstehen zu meiner Lieblingsbeschäftigung über – dem Kaffee trinken. Ich bin aufgeregt und gespannt wie ein Flitzebogen, meine Hände zittern und meine Augen strahlen. Ihr fragt euch warum – Mister Right will sich heute beim mir melden. Zur Sicherheit hab ich ihm nochmal meine Handynummer gegeben. Im Morgenmantel und mit wild zerzausten Haaren sitz ich in meiner Küche und schlürfe diesen köstlichen, wohltuenden Kaffee. Für mich ist das Koffein wie ein Lebenselixier. Meine Gedanken kreisen nur um meinen aktuellen Traumboy und langsam fang ich an auf seinen Anruf oder eine SMS von ihm zu warten. Plötzlich – Bimbelimbim – es klingelt an der Tür. Gott, wer ist denn das, so früh am Morgen. Eigentlich kann es nur meine beste Freundin sein. Ein wenig verärgert öffne ich impulsiv die Tür „Man was willst du denn schon hiiiiiieeer!“, ich beginne zu stammeln – denn die Person die vor mir steht ist nicht my best friend. Er ist es! Ja richtig mein Mister Right. Er schaut mich an und hält eine Tüte mit super frischen Brötchen in die Luft (wie die duften…..). Langsam beginnt er zu schmunzeln: „Tolles Outfit. Hast du Lust mit mir zu frühstücken, schöne Frau?“. Langsam nicke ich und es fällt mir wie Schuppen von den Augen – ich trage ja nur diesen grausamen Bademantel.
Er ist gekommen, er ist wirklich zu unserer ersten gemeinsamen Verabredung kommen – ich kann es noch gar nicht glauben. Gibt es wirklich noch Männer, die halten was sie versprechen oder wird sich auch mein angeblicher Traumtyp schnell zu einer wahren Luftnummer entwickeln? Endlich sind wir im Kino angekommen. Mit ein bisschen Überredungskunst und einem super charmanten Lächeln hab ich es geschafft, ihn zu einer echten Liebeskomödie zu überreden. Auch wenn mich dieser Film eigentlich nicht die Bohne interessiert, ist es die beste Möglichkeit ihm näher zu kommen. Emotionen und ein bisschen romantische Musik, da muss das doch was werden – ihr wisst sicher was ich meine. Zu Beginn des Films sitzen wir Beide ganz gespannt da. Ab und zu werfe ich mal einen kurzen Blick zum Mann meiner Träume. Oh mein Gott, ist der süß – aber an seiner Sitzhaltung könnte er echt was ändern – er sieht aus als ob er einen Besenstiel verschlungen hat. Ihn scheint der Film zu interessieren. Und mich? Naja eigentlich bin ich nur damit beschäftigt einen neuen Plan auszutüfteln. Innerlich spreche ich mir Mut zu. Soll ich es wagen? Soll ich meine Hand auf seine legen? Und dann plötzlich – oh mein Gott, er legt seinen muskulösen Arm um mich. Vorsichtig schmiege ich mich an ihn und insgeheim hoffe ich natürlich, dass das noch nicht alles war. Nachdem der Film seinen wahren schnulzigen Höhepunkt erreicht hat und ich das Kribbeln in meinem Bauch kaum mehr ertrage, beugt er sich zu mir rüber. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Er streichelt sanft über meine Wangen und dann ist es endlich soweit: Ich bekomme meinen ersten Kuss von meinem ganz persönlichen Mister Right.
Auch wenn ihr es kaum glauben könnt, aber ich habe mit ein bisschen weiblichen Charme und einem unwiderstehlichen Augenaufschlag geschafft, meinen Vermieter zum ersten gemeinsamen Kinobesuch zu überreden. Heute ist es nun endlich soweit und eigentlich muss ich mich auch langsam wirklich ranhalten. In Schale geschmissen habe ich mich ja immerhin schon – und ich kann euch sagen, ich sehe toll aus – na ja zumindest denk ich mir das. Aber Selbstvertrauen ist bekanntlich die halbe Miete. Jedenfalls sehe ich jetzt ganz schnieke aus und natürlich habe ich die einen oder anderen kleinen Fehler mit der passenden Schminke aus der Welt geschafft. Die Wimpern schön gepusht und die Lippen hübsch glänzend – so muss das doch was werden. Wenn ich ehrlich bin schlägt mir das Herz bis zum Hals und ich kann vor lauter Aufregung kaum stehen. Naja gut, was soll’s – jetzt hab ihn soweit und da muss ich wohl auch durch das Ganze durch. Irgendwie. Hauptsache ich lasse mir diese grausame Nervosität nicht anmerken. Es sieht ja nun einmal sehr doof aus, wenn ich gegenüber dem Mann meiner Träume kein Wort raus bringe. Eigentlich müsste er schon längst da sein, wo bleibt er denn nur? Gehört etwa auch er zu den Männern, die kurz vorm absoluten Gau einfach nicht auftauchen. Meine Hände sind nass, ich schwitze und mein Make-Up – oh mein Gott wie sehe ich eigentlich aus? Ich versuche noch mal einen Blick in den Spiegel zu werfen und plötzlich – Klingelingling… Vorsichtig öffne ich die Tür und da steht er vor mir. Er sieht toll aus, schon fast zum Anbeißen. Ob der Abend wirklich ein Erfolg wird? Werde ich meinen Kuss bekommen? Oder sitz ich morgen immer noch allein in meiner Wohnung?
Meine erste Party. Und ich ? Mittendrin. Heute ist der Abend meiner Hoffnung, vielleicht habe ich bald den süßen Typen, meinen Vermieter um den Finger gewickelt. Hübsch genug, hab ich mich ja gemacht. Die Party ist in vollem Gange, meine Gäste, einige meiner besten Freunde trinken, tanzen und chillen ein bisschen. Ich bin aufgeregt, bald müsste mein Amour ja klingeln. Was würde ich dafür geben, ihn umarmen zu können, und küssen zu können. Bimelimelim…. Es klingelt, ich mache auf. Da steht er, in seiner vollen Pracht, schön, wie am ersten Tag unserer Begegnung. „ Hallo, schön, dass du es einrichten konntest“. Wir setzen uns an den Tisch und trinken etwas. „ Ich muss dir was gestehen, sagt er…. „Was denn“ ? „Du bist eine hübsche, junge Frau, das imponiert mir. Ich würde dich gerne besser kennenlernen, Kaffee trinken und etwas über dein bisheriges Leben erfahren“. Waaaaaass? Ich glaube, ich höre nicht richtig. Da komme ich in meine neue Wohnung, gebe meine erste Party und meine Träume scheinen sich von einer Sekunde auf die andere zu erfüllen. „ Ähhm, jaa haaa“. Ich stammele. Man bin ich nervös, wie lange ist es her, seitdem mal ein so süßer, schnuckeliger Typ neben mir saß, und mich als etwas Besonders beschreibt. Wenn ich ehrlich bin, ist mir so was noch nie passiert…. Ich habe schon jetzt Schmetterlinge im Bauch… Wie das wohl weiter geht? Ich werde ihm vorschlagen mit mir morgen ins Kino zu gehen. Da kommt man sich ja bekannterweise meist näher. Und wer das nicht schafft, kann sich mit einem Chat im Internet begnügen.
Es ist soweit! Ich habe meine eigene Wohnung, also mein eigenes Leben. Endlich! Wie lange habe ich drauf gewartet! Heute Abend kommt meine Beste Freundin zu Besuch, ich hoffe ja, dass Ihr meine Bude gefällt. Ich war sehr fleißig und habe alles schon eingerichtet, so wie es mir gefällt. Es ist ein anderes Gefühl, wenn man weiß, dass man nun alleine entscheiden kann. Ich mache mich gerade schön, takele mich so richtig auf. Ich habe heute einen Spiele-Abend geplant, und noch ein paar andere Freunde, aus der Schulzeit eingeladen. Ich vermisse meinen Bruder, nur leider ist der im Moment zu weit weg, um Ihn einladen zu können. Ich bin sicher er ist sehr stolz, wenn er erfährt, das ich jetzt buchstäblich mein Ding mache. So eine eigene Wohnung ist sehr amüsant, da ich immer wieder neue Ideen entwickele, wie ich den Tisch hinstellen, die Wand bemalen soll. Klingelingeling…
Es war der Postbote. Ich habe einen Brief bekommen, von wem…. Nein!!!! Von meinem Vermieter, dem ganz süßen…. Mein Herz pocht, vielleicht wird das ja bald meine neue große Liebe?!? Er bittet mich, morgen Abend zu einem Essen mitzukommen, da er mich sehr gerne näher kennenlernen möchte. Jaaaaaa! Ich trällere. Ich glaube, so glücklich, wie ich heute bin, war ich schon lange nicht mehr. In den letzten Wochen schien alles noch so trist, ausweglos, langweilig. Und was ist jetzt? Ich habe das Gefühl mein ganzes Leben krämpelt sich um… Ich habe tatsächlich eine eigene Wohnung, mein eigenes Domizil, eigene Entscheidungsfreiheit und jetzt wahrscheinlich auch noch eine neue Liebe, die, wie ich glaube, etwas ganz Besonderes werden würde. Und heute Abend wartet die erste eigene „ Homeparty“ auf mich. Na dann, Prost, neues Leben! J
Mensch bin ich aufgeregt. Gleich werde ich meinen wahrscheinlich zukünftigen Vermieter treffen. Der erste Eindruck zählt ja bekanntlich, also werde ich ganz entspannt tun, und überzeugt davon, diese Bude zu bekommen. Ein braunhaariger, gut aussehender, sicherlich Mitte 30 jähriger Mann kommt auf mich zu und ich werde ganz hibbelig. Wenn die Wohnung wirklich so gut ist, wie der Vermieter, dann kann gar nichts mehr schief gehen. Wahnsinnig gut sieht er aus, in den könnte ich mich glatt vergucken, werde ich aber nicht. VorerstJ
Er schüttelt mir die Hand. „Ich freue mich, sie kennenzulernen“ sagt er. „ Ebenfalls“ , antworte ich. Ich bin schon ganz gespannt. Wir gehen einen langen Weg entlang, eine Art Pfad, genauso wie es in der Annonce beschrieben stand. Da sind wir auch schon, jetzt muss ich erst mal alle Räume erkunden. Herrlich. Für mich ist diese Wohnung optimal, kleine, süße Küche, aber ganz schnicke, niedliches Bad, geflieste Wände und ganz viel Raum für Computer, Klamotten und was ich sonst noch so bei mir trage. Draußen, auf der Terrasse ist es wunderschön. Im Sommer sieht das sicher fantastisch aus. „ Ich nehme die Wohnung“. Ohne wenn und Aber, denn wenn ich jetzt zu zögern anfange, dann nehme ich sie wenn möglich nicht, und das wäre ein fataler Fehler, der außerdem zur Konsequenz hätte, das ich diesen süßen Vermieter wahrscheinlich nie wieder sehe. Oh je, der ist sicher um einiges Älter als ich. Aber Mädels stehen ja sowieso eher auf Typen, die reifer sind. Da habe ich nun den Vertrag in der Hand…. Ich werde also meinen ganzen Sack und Pack nehmen können, und von jetzt auf gleich umziehen können…. JAAAAAAA! Mein eigenes Leben wartet auf mich…. Mein Traum ist wahr geworden.
Kaffeezeit, Frühstückszeit. Ich gehe meiner Lieblingsbeschäftigung nach. Kaffeetrinken
Die Sonne scheint draußen nun nicht mehr, ganz anders, als gestern, aber dennoch schön.
Die Wolken sind in großen Mengen vorhanden, und der Regen prasselt nur so gegen mein Fenster. Wie gerne würde ich mich rausstellen, und mich vom Regen berieseln lassen, oder die Formen der Wolken begutachten. Manchmal entdeckt man tolle Dinge. Als kleines Kind habe ich mal eine Wolke gesehen, die Aussah wie ein SchafJ Ich hatte bei so was schon immer Fantasie, aber nicht nur da…. Nun ist der Augenblick gekommen, und mich muss vom Träumen von schönen Wolken zurück in die Realität schweifen, und Annoncen durchstöbern. Wie schön…. Ironie war wohl noch nie meine Stärke. So sitze ich nun, in einer Hand die Kaffeetasse und in der anderen die Zeitung da und durchforste die Anzeigen. Es sind viele interessante Ausschreibungen dabei. Nur eine Beschreibung, wie ich sie suche leider nicht. Ein Häuschen in der Stadt, wo ich dennoch die Möglichkeit habe abzuschalten, wenn möglich mit einem eigenen Garten, oder einer Terrasse. Meine Wunschvorstellung ist ein Häuschen in der Stadt, aber eben stilvoll und extravagant. Es soll ins Auge fallen und ein Häuschen sein, welches nicht jeder hat, wo man vorbei geht und sagt „ WOW“ Es sind Stunden vergangen, aber ich habe leider noch immer nichts entdeckt. Ich blättere, und blättere…. Habe bestimmt schon mehr Annoncen gelesen, wie das sonst jemand in meinem Altern tut…. Da! Seite 24…. Das ist es. Meine neue Wohnung. Gleich morgen werde ich anrufen. Ich denke mein Traum wird wahr, ich bin sehr glücklich. Hammer! Auf los, geht’s los, die Bahn ruft!
Ich sitze gerade in der Cafeteria, direkt gegenüber von meiner jetzigen Wohnung und begutachte die ganzen Leute die vorbeigehen. Wie viel Zeit ich hier verbracht habe, fast mein halbes Leben. Viele meiner Freunde sind weggezogen, doch ich konnte mir eigentlich nie vorstellen, diesen Ort zu verlassen. Ich schaue mir immer so gern die älteren Leute, und die Kinder an, die in den Straßen herumlaufen. Ich finde es interessant zu wissen, das die Alten soviel Erfahrung haben und vielleicht auch das ganze Leben hier verbracht haben, der Mann oder die Frau gestorben ist, und jetzt bald das Grab auf sie wartet. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Die Kinder wissen von so was noch gar nichts. Sie laufen durch die Straßen, spielen, fallen hin und stehen wieder auf. Die Älteren Leute können das nicht mehr, sie sind in ihrem Leben schon sooft hingefallen und wieder aufgestanden, dass das Aufstehen irgendwann nicht mehr funktioniert. Normalerweise sollte ich hier sitzen, in der Zeitung blättern und Wohnungsannoncen studieren, aber ich finde es so schön, die Sonne lacht draußen und von meiner gestrigen Depression ist gar nichts mehr zu merken. Ich finde den Schnee auf einmal wieder so schön, gar nicht mehr kalt, wie er einst auf mich wirkte. Es fällt mir schwer. Wenn ich eine Wohnung bekommen sollte, in einem ganz anderen Ort, so bin ich gezwungen, mich von all dem zu trennen, den ganzen lebhaften Erinnerungen. Ich werde mich heute Abend hinsetzen und nach einer geeigneten Wohnung Ausschau halten, aber noch nicht. Noch genieße ich meinen Kakao und das schöne Wetter. Mir ist so, als könnte ich den Wind riechen. Mein Leben ist auf einmal so schön, so lebenswert, fantastisch. Aber bevor ich mich Neuem widmen kann, muss ich mit dem was war, mit meiner Vergangenheit abschließen. Denn irgendwann, im Leben jedes Menschen heißt es einmal: Time to say goodbye
Ich denke nach, wie sooft. Ich bin nun zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich selbst aufrappeln muss, um etwas zu erreichen. Es lohnt nicht über das Glück anderer zu weinen, wenn man selbst nicht versucht glücklich zu werden. Ich werde, nachdem ich Mittag gegessen habe, versuchen mein Auto noch mal zu starten, vielleicht geht es ja jetzt. Ich greife zum Telefon, um meinen ersten Vermieter anzurufen, mich zu entschuldigen, das ich zu meinem eigentlichen Termin nicht erschienen bin und meinen Charme spielen lassen- aber ich bin zuversichtlich. Piep, piep…. „ Guten Tag“ …Ja guten Tag, ich wollte mich entschuldigen, das ich gestern nicht zum Termin erschienen bin, aber mein Auto sprang nicht an- lag wohl an der Kälte, die herrscht. Können Sie mir eventuell einen neuen Termin geben? „Ah ja, ich erinnere mich, die nette junge Dame, die Ihre erste eigene Wohnung sucht, aber ich muss Sie leider enttäuschen, die Wohnung ist bereits vermietet… das tut mir sehr leid für Sie. Ich werde mich bei Ihnen melden, sobald ich neue Angebote habe. Und nun sitze Ich hier, auf meinen ganzen Sachen, die ich bereits gepackt habe, in meiner argen Vorfreude auf die eigene Wohnung, auf mein eigenes Leben. Früher war ich immer der Meinung, eigene Wohnung, eigenes Leben, eigenes Geld, eigenes Glück- aber der Weg dahin ist, wie ich sehe, sehr, sehr schwer. Aber das werde ich schaffen, da bin ich mir sicher, gleich morgen mache ich mich auf Anzeigensuche. Denn wie heißt es so schön? Wenn nicht jetzt, wann dann?